Industrial Adventskranz

Industrial Adventskranz

Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4 – Juhu, er ist fertig! Jetzt hat der Advent gerade angefangen, und ihr werdet wahrscheinlich schon einen Adventskranz haben, aber vielleicht ist es Inspiration für ein anderes Projekt, oder ihr hattet sowieso noch keine Deko dann wird’s höchste Zeit!
Ich bin immer wieder überrascht, was man aus Beton alles machen kann. Ich hab den hier so ähnlich auf Pinterest (dein bester Partner in Prokrastination!) gesehen und mich sofort verliebt. Kranz kann ja jeder 😉 Es hat mich einige Stunden gekostet bis der “Kranz” fertig war, aber es hat sich absolut gelohnt! Ich bin schon ein bisschen stolz auf das Resultat…
Es sollte dieses Jahr sowieso ein etwas modernes werden und die Trendfarben Mint und Kupfer beinhalten. Also ging’s vor einigen Tagen los. Was braucht man denn dafür so alles?

  1. Pappzahlen 17 cm: Gibt’s bei Amazon, Ebay für ungefähr 2,50
  2. Beton, bzw. Zement und Sand: Gibt’s beim Baumarkt deines Vertrauens
  3. Kerzenhalter: In diesem Fall Kupfermuffen 22 mm; Klingt komisch, ist aber so! Und auch die bekommt man für unter 1€ pro Stück im Baumarkt – aber seid hier ruhig kreativ!
  4. Klebeband, Cutter, Schere
  5. Dekosachen und eine große flache Schale, oder etwas Ähnliches zum Drappieren
  6. 4 Stabkerzen mit 22mm Durchmesser

Sooo, dann kann es los gehen! Die meiste Arbeit macht das Präparieren der Pappbuchstaben. Erstmal müsst ihr eine Seite der Buchstaben entfernen. Innen sind sie hohl, bei der 4 ist im Fuß eine Beschwerung drin, nicht wundern, die lässt sich aber leicht lösen. Nun einfach mit einem Bleistift an den gewünschten Stellen den Kreis der Muffen aufzeichnen. Da die 4 bei mir liegt und die Kerze direkt oben drauf kommt, ist hier kein Loch nötig. Also müsst ihr euch schon vorher überlegen wie ihr die Zahlen nachher stellen wollt. Wirklich sicher steht eigentlich nur die 2 auf ihrem breiten Fuß – und bei Kerzen wollte ich jetzt kein Risiko eingehen… Klar könnt Ihr z.B. auch die 1 hinlegen, ganz nach Geschmack und Optik. Die Löcher macht ihr am besten ein ganz kleines bisschen kleiner als der Außenrand der Muffen, damit später kein Beton rauslaufen kann. Dann die Innenflächen mit breitem Klebeband auskleben, um der Pappe mehr Stabilität zu geben und damit sich später der Beton besser löst. Ich hab aus Karton noch Kreise ausgeschnitten und damit die Muffen innen “abgedichtet”.

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Wenn die Muffen dann in den Formen stecken, kann der Beton angerührt, und die Zahlen gefüllt werden. 2 Teile Sand, 1 Teil Zement und Wasser nach Bedarf.  Vorher noch die Formen einfetten. Mit einem in Speiseöl getränkten Zewa einmal schön durchwischen reicht schon. Die Konsistenz des Betons ist ein bisschen knifflig. Einerseits darf er nicht zu flüssig sein, denn die Pappformen saugen sich sonst zu sehr voll. Andererseits lässt sich eine zu trockene Masse schwerer sauber bis in alle Ecken verteilen – aber nur Mut, es geht schon! Ich hatte auch ziemlich Respekt vor der ganzen Betonsache, aber es stellt sich einfacher heraus als man vorher denkt. Wie immer ein bisschen klopfen, damit die Luftblasen entweichen.

Nach dem Gießen ist mal wieder Warten angesagt und diesmal müsst ihr etwas mehr Geduld haben, als bei normalen Schalen. Die Zahlen sind doch wesentlich dicker. Leider kann man vorher nicht so recht sagen, ob der Beton schon ganz durchgehärtet ist, also lieber noch ein bisschen warten, sonst bricht schnell was ab. (Ich sprech aus Erfahrung, ist mir leider an der 4 passiert…) Nach etwa 3 Tagen könnt ihr versuchen den Beton rauszulösen. Ihr müsst dafür die Form an den Muffen einschneiden, sonst kriegt ihr es nicht raus. Nach dem Lösen aus der Form ist das Ganze eigentlich schon fertig!
Kleiner Tipp für die kalte Jahreszeit: Beton sollte nicht unter 5 Grad verarbeitet werden. Wenn es doch schon sehr kalt draußen ist (die meisten Wohnzimmer eignen sich eher mäßig für Bauarbeiten 😉 ) könnt ihr den Beton mit warmen Wasser anrühren. So bleibt die Temperatur zumindest zum Verarbeiten warm genug. Die Formen selbst hab ich dann im Zimmer aushärten lassen, da machen die ja keinen Dreck mehr.

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Ich hab mich als Unterlage für eine schöne Baumscheibe entschieden (danke Josef!), ihr könnt auch einen Dekoteller oder ein stabiles Platzset nehmen, oder die Zahlen einfach so drappieren, wenn ihr nicht vor habt sie zu bewegen. Dazu Drahtbälle in Mint und Türkis, sowie kleine Tannenzapfen und knorrige Zweige, die eine schöne Verbindung zwischen kühlem Metall und warmen Holzuntergrund bilden. Wer es zu Weihnachten klassisch möchte, dem empfehle ich z.B. kleine vergoldete Tannenzapfen, Christbaumkugeln und Mistelzweige.
Noch eine Anmerkung am Rande: Beton bröselt im Laufe der Zeit immer ein bisschen. Außerdem hab ich so kleine Filzkleber unten an die Zahlen geklebt damit sie sicherer stehen und den Untergrund nicht zerkratzen.

Es ist angerichtet!
Voilà, euer ganz persönlicher Adentskranz im Industrial-Look!