Handwerk im Herbst

Nachdem meine liebe Maschine Antje noch nicht aus der Reparatur zurück ist, hatte ich mehr Zeit für ein paar Projekte in unserer Wohnung. Wir sind vor 2 Monaten umgezogen und so ein paar Dinge fehlen immer noch oder sind noch nicht optimal, aber das wird sich im Laufe der Zeit schon noch geben.

Einer der aktuellen Trends ist auch an mir nicht spurlos (oder in diesem Fall staublos) an mir vorüber gegangen:
DIY Betongießen!
Ich würd mich ja durchaus als handwerklich begabt bezeichnen, aber beim Betongießen hatte ich doch so meine Zweifel, ob das alles so funktionieren würde. Und nachdem ich immer schön fleißig leere Becher und überflüssige Gefäße entsorge (wir haben einfach keinen Platz dafür), musste ich auf unsere Salatschüsseln zurückgreifen. Aber eins nach dem Anderen.

Erstmal hab ich mir ein paar Videos im Netz angesehen, was man zum Betongießen so braucht und beachten muss – wie haben das die Leute eigentlich früher gemacht? – und dann bin ich in den Baumarkt spaziert (weil’s ja gut werden muss…). Ja, man kann auch den Bastelbeton von Rayher oder anderen Herstellern nehmen, aber da kostet das Kilo sieben Euro. Ich hab im Baumarkt sieben Euro für 5 kg Zement und 10 kg Quarzsand gezahlt… Klar, das ganze staubt mehr und der Beton ist gröber und grauer – aber ist es nicht genau das, was an dem Material so interessant ist?
Das Mischen von Zement und Sand mit Wasser ist kein Problem und auch das Gießen an sich ging ohne Probleme und sauberer von Statten als gedacht. Und dann heißt es: Geduld haben!
In diesen Videos wird immer was von 24h gesagt, die der Beton braucht um soweit auszuhärten, dass man ihn aus der Schüssel lösen kann. Das stimmt bei mir nicht. Die ersten Schalen hab ich am Samstag Nachmittag gegossen, aber Sonntag Abend war nichts zu machen. Am Dienstag konnt ich die erste dann befreien und am Mittwoch die zweite. Auch bei der nächsten Gießaktion hat es mindestens 2 Tage gedauert. Hängt natürlich auch von der Größe des Objekts und der Dicke der Wände ab. Und auch vom Material der Schalen. Zu empfehlen sind Tupperschüsseln, oder anderes aus Kunststoff, das ein bisschen flexibel ist. Bei mir blieben zwar alle Glas- und Metallschüsseln heil, aber das Rausklopfen war doch recht mühsam.
Ein paar Tage später dann wurden die Schalen am Rand mit Schleifpapier geschliffen, innen bemalt und jetzt stehen sie dekorativ im kupfer-mint-farbigen Flur!
Außerdem steht Weihnachten vor der Tür, da sind ein paar DIY-Geschenke schon sicher…

Mein zweites Projekt, das auch im Flur seinen Platz gefunden hat, war eine Garderobe. Da wir einen sehr schmalen Gang ohne Abstellraum haben und keine Löcher in die Wände machen wollten, blieb uns nur die Tür als Fläche. Aber eine Hakenleiste zum an die Tür hängen war zu wenig und die Jacken bauschten sich an einer Stelle.
Und schon wieder führte mich mein Weg in den Baumarkt (weil das ja auch gut werden muss 😉 ). Ein Brett 60 x 120 cm und weißer Lack wanderten in den Einkaufswagen; 11 Möbelknöpfe, Kupferspray und einfache Türhaken gab’s nicht, also übers Internet bestellt.
Die Holzplatte hab ich also weiß lackiert, dann die Löcher angezeichnet, gebohrt und die kupfer lackierten Möbelgriffe von hinten montiert. Mit je 4 Schrauben und Muttern als Abstandshalter hab ich zwei kleine Metallplatten an der Rückseite festgeschraubt, in die ich die Türhaken einhängen konnte. Fertig! Hört sich einfach an, braucht aber auch seine Zeit…
Ja ok, das Highlight – die Tierköpfe – hab ich noch bestellt, besprüht und dann reingeschraubt. Total schlicht wär ja langweilig 😉

 

So viel zu meinen handwerklichen Projekten. Als nächstes gibts wieder Letterpress zu bewundern – versprochen!

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